Namensgebung

Simon Petrus (* in Galiläa, Datum unbekannt; † möglicherweise um 67 in Rom) war nach dem Neuen Testament (NT) einer der ersten Juden, die Jesus von Nazaret in seine Nachfolge berief. Er wird dort als Sprecher der Jünger bzw. Apostel, erster Bekenner, aber auch Verleugner Jesu Christi, erster männlicher Augenzeuge des Auferstandenen und ein Leiter der Jerusalemer Urgemeinde dargestellt.

Hinzu kommen Notizen von Kirchenvätern, wonach er erster Bischof von Antiochia sowie Gründer und Haupt der Gemeinde von Rom gewesen und dort als Märtyrer hingerichtet worden sein soll.

Simons Historizität wird aufgrund übereinstimmender Angaben in den frühesten Textbestandteilen der Evangelien und archäologischer Funde angenommen. Das NT überliefert jedoch nur wenige als zuverlässig geltende biografische Details zu ihm. Spätere Notizen werden vielfach als legendarisch angesehen.

In den altorientalischen, orthodoxen, alt- und römisch-katholischen sowie in den anglikanischen Kirchen wird Petrus als Heiliger und erster Bischof von Rom verehrt. Die römisch-katholische Kirche führt den Primatsanspruch des Papsttums über die Gesamtkirche auf die Annahme zurück, Christus habe Petrus und dieser den Bischöfen von Rom einen Vorrang als Leiter, Lehrer und Richter aller Christen gegeben.

St.Peter´s „bewegte Geschichte“

Der Wunsch nach einer eigenen Predigtstätte erfüllte sich schon 1932 mit dem Bau des Kirchsaals „Christus über den Wogen“. Er sollte Teil einer kirchlichen Gesamtanlage sein, die der renommierte Architekt Fritz Höger entworfen hatte. Sie konnte damals aus finanziellen Gründen nicht verwirklicht werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde durch Zuzug (Flüchtlinge, Ausgebomte) aber eine Erweiterung des Kirchsaals unumgänglich. Sie erfolgte 1951. Zudem wurde mit der Adventskapelle im gleichen Jahr ein Predigtraum im Ostbezirk der Gemeinde zusätzlich geschaffen.
1959 entstand dann in Groß Borstel, das inzwischen auf etwa 20 Tsd. Einwohner angewachsen war, eine „richtige“ Kirche, die den Namen St. Peter erhielt. Sie wurde vom Architekten Otto Andersen, losgelöst vom Kirchsaal, als „Solitär“ errichtet – konzipiert mit einem allein stehenden Turm. Bei der Kirchweih am 16. April 1959 beschrieb der Bischof Witte St. Peter lobend als „eine der schönsten unter den neuen..; sowohl in ihrer Anlage, in ihrem Gestühl und nicht minder auch durch Kanzel und Kruzifixus sei sie eine organische Einheit geworden“.
Heute bereiten sinkende Mitliederzahlen und damit verbundene Einnahmerückgänge erhebliche Probleme für unsere Gemeinde. Zur Bewältigung tragen sicherlich die Synergieeffekte aus der Kooperation mit drei anderen Gemeinden im Alsterbund bei. Sie werden aber auch offensiv angegangen, indem ein Teil unseres Grundstücks und darauf stehende Gebäude veräußert wurden. Damit können unumgängliche Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten sowie notwendige Ergänzungsbauten finanziert werden. Damit bleibt das Kirchenzentrum „in Schuss“. Die Kirche selbst bleibt unverändert und wird sich wohl zu ihrer 75 Jahrfeier im Jahre 2034 im ansprechenden heutigen Outfit präsentieren. Das Kirchengelände wird aber anders aussehen.
Detaillierte Informationen zur Kirchen- und Gemeindegeschichte sind hier zu finden:
Festschrift-50Jahre-St.Peter